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Hacker weichen auf JavaScript aus
Schon über 10.000 Seiten mit JS/Wonka infiziert
21.10.2005 15:25 | von silicon.de
Auch Hacker sind Mode-Trends unterworfen. Derzeit ist es bösartiger
Code auf Basis von JavaSript, der sich über das Internet
verbreitet. Websense, ein Unternehmen für IT-Sicherheit,
warnt jetzt vor einer Routine mit dem Namen 'JS/Wonka', die derzeit
im Netz ihr Unwesen treibt.
Über 10.000 Seiten seien in den letzten Monaten mit dem
Code infiziert worden. Alle diese Seiten verwenden mehr oder weniger
exakt den gleichen Code, so ein Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens.
Was den Experten aber nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass
es sich dabei um sehr unterschiedliche Seiten handelt.
Diese Routinen seien laut Websense darauf aus, Buchstaben umzuwandeln
und den Unicode-Wert zu verändern. Diese Funktion ist schon
mit geringen Kenntnissen in JavaScript umzusetzen. Auch ist das
betreffende Programm nicht besonders umfangreich. Meist bedient
sich das Schadprogramm dabei eines iFrames, der mit dem Wert 'Null'
gesetzt wird. Dadurch ist er für das bloße Augen nicht
mehr zu erkennen.
Im Internet Explorer klaffen derzeit noch einige iFrame-Lecks,
und die machen sich die Hacker jetzt zu Nutze. Die Mehrzahl der
befallenen Seiten verbreiten Malware oder Spyware, um anschließend
die PCs der Opfer auszuspionieren. Andere Seiten versuchen den
Nutzer auf Seiten zu locken, auf denen Dinge wie Viagra und andere
Produkte, die ansonsten per Spam-Mails beworben werden, feil geboten
werden.
Neben dem Internet Explorer ist jedoch auch der Firefox nicht
für jeden JavaScript-Angriff gerüstet. Derzeit finden
sich noch drei Viertel der mit JS/Wonka infizierten Seiten in
den USA. Offenbar wurde das betreffende Toolset noch nicht im
großen Stil exportiert. Websense bietet zusätzliche
Informationen über Wonka.
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