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Der
Wurm "Sasser" nutzt zur Verbreitung eine Sicherheitslücke
in den Betriebssystemen Microsoft Windows 2000 und Microsoft Windows
XP. Wurde Ihr System mit diesem Wurm infiziert, wird Ihr PC in
regelmäßigen Abständen herunter gefahren.
Das
Besondere an "Sasser": Der Wurm verbreitet sich nicht
per eMail wie Netsky oder Bagle, sondern nutzt heimlich ein Sicherheitsloch
in Windows - ohne Zutun das Anwenders. Schon das einfache Hochfahren
des Rechners kann bei aktivierter Internetverbindung zum Befall
führen. Systeme, die mit "Sasser" verseucht sind,
werden praktisch lahmgelegt.
"Sasser"
ist von einem schwereren Kaliber als die Mailwürmer, die
in den letzten Wochen immer wieder für Aufsehen sorgten.
Während sich Netsky, Bagle und Co. über leichtsinnig
geöffnete eMail-Anhänge verbreiten, kann "Sasser"
den PC ganz ohne Zutun des Anwenders verseuchen. Der Schädling
dringt völlig unbemerkt über den TCP-Port 445 ein -
eine aktive Internetverbindung reicht. Seine Opfer findet der
Schädling schlichtweg per Zufall. Auf einem infizierten System
erzeugt "Sasser" zunächst beliebige IP-Adressen.
Anschließend steuert er die dazugehörigen Rechner an
und überprüft sie auf Verwundbarkeit. Dazu öffnet
er 128 Verbindungen gleichzeitig, was allein den PC schon lahmlegen
kann. Sobald "Sasser" einen ungeschützten TCP-Port
445 findet, überträgt er den Wurmcode auf den PC
Sasser
legt hauptsächlich die Datei LSASS.dll lahm, Web-Seiten werden
nicht angezeigt, da die Internet-Verbindung blockiert ist, und
das System bringt eine Meldung, daß der Rechner innert 1
Minute heruntergefahren und neugestartet wird - dies folgt ohne
Zutun des Anwenders, außerdem erscheinen im Task-Manager
(Strg-Alt-Enf) die Dateien ''avserve.exe'', ''avserve.exe'' oder
"skynetave.exe".
Ständiges
Herunterfahren stoppen
Ist der PC bereits vom Wurm befallen, lässt er dem Anwender
kaum Zeit, eines der Beseitigungstools herunterzuladen. Der Wurm
zwingt den PC immer wieder zum Herunterfahren. Dieser Prozess
lässt sich aber mit wenigen Mausklicks unterbinden:
Im
Windows-Startmenü Ausführen wählen
cmd eingeben, gefolgt von Eingabetaste
shutdown -a eingeben (Leerzeichen zwischen "shutdown"
und "-"), gefolgt von Eingabetaste
Schritt
1:
Sicherheitspatch installieren
Der Virus nutzt eine Sicherheitslücke in Windows, die seit
längerem bekannt ist und von Microsoft Mitte April per Patch
gestopft worden ist. Wer das April-Update installiert hat, ist
gegen "Sasser" und alle ähnlich agierenden Viren
immun. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie vorsichtshalber
den Patch herunterladen oder das System mit Hilfe des "Microsoft
Baseline Security Analyzer" checken. Das Tool macht sich
auf die Suche nach Sicherheitslücken und weist auf fehlende
Patches hin.
Download
Sicherheitsupdate für Windows XP (KB835732)
Schritt
2: PC auf Befall mit "Sasser" überprüfen
und Wurm entfernen
Hersteller von Antiviren-Software und Microsoft stellen kostenfreie
Tools zur Verfügung, die den Computer automatisch auf eine
"Sasser"-Infektion hin untersuchen und den Wurm vom
System entfernen. Um die Tools zu verwenden, benötigen Sie
keinen Virenscanner des Anbieters. Die Tools werden laufend an
neue Varianten des "Sasser"-Wurms angepasst. Die onComputer
Redaktion wird deshalb an dieser Stelle stets die akktuellen Versionen
zum Download bereitstellen.
Symantec
W32.Sasser.Worm Removal Tool 1.0.3
Symantec
McAfee Avert Stinger v2.2.4
Microsoft-Patches
für Windows NT und 2000 (Microsoft-Seite).
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