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Virus Explet/Plexus zieht alle Register
Angriff über E-Mail, Tauschbörsen und Windows-Sicherheitslücken
Sicherheitsunternehmen warnen vor einem neuen Virus. Symantec
nennt die Malware 'Explet.A', Kaspersky Labs bezeichnet sie mit
'Plexus.A'. Explet/Plexus verbreitet sich als E-Mail-Anhang, über
Tauschbörsen und durch Sicherheitslücken im LSASS (Local
Security Authority Subsystem Service) und RPC/DCOM (Remote Procedure
Call/Distributed Component Object Model) von Windows.
Der Grossteil der Infektionen erfolgt nicht per E-Mail oder Tauschbörse,
sondern über die Windows-Sicherheitslücken, hieß
es bei Kaspersky Labs. Microsoft hatte Mitte April für diese
einen Patch
online gestellt.
Explet/Plexus taucht jedoch auch in mehreren Varianten in E-Mail-Anhängen
auf. Die Betreffzeile und Texte der E-Mails variieren dabei, die
Anhänge sind unterschiedlich benannt. Öffnet man den
Anhang, kopiert sich Explet/Plexus als 'upu.exe' in den Windows-Systemordner.
Der Virus registriert sich als 'automatisch auszuführen',
so dass er beim Hochfahren des Rechners aktiviert wird.
Danach scannt Explet/Plexus den Rechner und versendet sich an
alle gefundenen E-Mail-Adressen. Der Virus hat auch einen trojanischen
Teil: Er öffnet den Port 1250 für einen Port-Scan und
lädt Dateien herunter, die eine Fernsteuerung des infizierten
PCs ermöglichen.
Explet/Plexus versucht außerdem, den Anti-Viren-Schutz
des Computers zu zerstören, indem er das automatische Herunterladen
von Anti-Viren-Updates verhindert. Dazu manipuliert der Virus
im Windows-Systemordner die Datei, die für die Aktualisierung
der Virenliste zuständig ist. Sicherheitsspezialisten wie
Symantec und Kaspersky Labs haben ihre Anti-Viren-Software upgedatet.
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